Produktgeschichte
Vom Drahtzieher zum Spezialist für Kupferlackdrähte und Hochfrequenzlitzen

Unser Unternehmen startet 1933 mit der Herstellung von Edelstahl- und Chromnickeldraht.
Als in den 50er Jahren der Siegeszug der Fernsehgeräte in den Wohnzimmern beginnt, erweitert Gründer Rudolf Pack das Produktportfolio: Mit selbst gefertigten Lackiermaschinen produzieren wir Kupferlackdraht – seither gehört die Kupferlackdrahtherstellung zu unserem Kerngeschäft.

Genauso hat unsere Spezialexpertise für HF-Litzen eine lange Geschichte: Bereits in den späten 1950er Jahren produzieren wir in unserem Werk in Gummersbach-Derschlag die ersten Litzen – anfangs auch mit selbst gebauten Maschinen. Bis heute entwickeln wir die Spezialmaschinen für unsere Litzenproduktion mit.

Die Marke RUPALIT®

Seit den 1980er Jahren konzentrieren wir uns ausschließlich auf die Produktion von Kupferlackdrähten und HF-Litzen. In dieser Zeit entsteht auch der Markenname RUPALIT®, ein Akronym, das sich aus Rudolf Pack Litzen ableitet und später auch markenrechtlich geschützt wird.

1985 bringen wir → RUPALIT Profil auf den Markt: Der Querschnitt der Litze ist nicht rund, sondern quadratisch oder rechteckig. Das erhöht den Kupferfüllfaktor und minimiert den Platzbedarf bzw. erhöht die Leistung im entsprechenden Bauteil. Die Power-Litze ist auf eine spezielle Kundenanforderung hin entwickelt worden und läutet eine Reihe kundeninitiierter Innovationen ein, die sich bis heute fortsetzt.

1991 lassen wir den Feindraht RUPOL und die Litze RUPALIT nach UL-Norm zertifizieren. Damit sind wir der erste Hersteller von Kupferlackdraht-Litzen mit internationalem Sicherheitsprüfzeichen. Nach und nach werden viele unserer Produkte zertifiziert und die Zertifizierungen bei Bedarf erweitert und erneuert.

Die Bedürfnisse unserer Kunden sind der Motor für die Weiterentwicklung unserer Produkte.

1999 revolutioniert → RUPALIT Safety den Markt. Dank der verstärkten Außenisolierung ist keine Zwischen- oder Lagenisolation mehr nötig. Das spart Platz und Gewicht. Gleichzeitig reduziert es die Fertigungszeit von Bauteilen. Diese Litzenform wird vom VDE gemäß verschiedener Normen geprüft und freigegeben (IEC 60950, IEC 61558).

2002 kommt → RUPALIT Planar: Die HF-Litze mit dem großen Querschnitt ist besonders für die Übertragung von hohen Strömen geeignet.

Mit → RUPALIT Flecht bringen wir 2004 eine besonders breite und flache Litze auf den Markt. 2005 folgt mit → RUPATEX ein dreifach extrudierter Einzeldraht. 2009 wird eine Variante von → RUPALIT Profil zur vollautomatischen Wicklung von HF-Litzen für Photovoltaikprodukte auf dem Markt eingeführt. Weitere Neuerungen folgen.

Alle Innovationen haben eines gemeinsam: Unsere Kunden geben uns den Anstoß für ihre Entwicklung. Sie machen Vorgaben zu Wickelraum, Spannungsfestigkeit, Flexibilität und Frequenzen. Wir entwickeln anschließend Prototypen, testen und optimieren bis das perfekte Produkt in die Produktion geht.

Vom extrem feinen Edelstahldraht über Kupferlack-Feindraht und Litzen bis zur Aluminium-Litze: die Entwicklung unserer Produkte geht immer weiter.

Kooperationen und Forschung

2008 starten wir unser erstes Forschungsprojekt „Charakterisierung und Optimierung von Litze“. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Elektromagnetische Felder der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Spezial-Transformatoren Stockach GmbH & Co. KG, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Forschungszentrum Jülich GmbH untersuchen wir, wie sich Proximity und Skin Effekt reduzieren lassen.

Seit der Fertigstellung dieser Grundlagenforschung im Jahr 2011 verfügen wir über umfangreiche Daten (Daten hinsichtlich der messtechnischen Charakterisierung und der Modellbildung von Hochfrequenzlitzen), die uns sehr bei der Anpassung unserer Litzen an die Kundenanforderungen helfen. Unser Engagement in Forschung und Entwicklung wird 2014 vom Deutschen Stifterverband ausgezeichnet. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Veröffentlichungen in renommierten wissenschaftlichen Magazinen (z.b. IEEE), die die Qualität der gewonnenen Erkenntnisse bestätigen. Einen Sonderdruck aus dem aktuellen Elektronik SH Power Magazin mit den wichtigsten Ergebnissen können Sie direkt bei uns → bestellen.

Von 2015 bis 2016 untersuchen wir mit denselben Partnern wie im ersten Forschungsprojekt die „Leistungsinduktivitäten mit Faktor 4 höherer Leistungsdichte“. Auch hierbei geht es um den verlustfreien Stromtransport und Energieeffizienz unter Berücksichtigung optimaler thermischer Bedingungen.

In Zukunft werden wir uns – in Kooperation mit Partnern und Kunden – vermehrt mit dem Thema „Kontaktierung von HF-Litzen“ beschäftigen, um so neuen Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.